7.9. 2023:  Grünes Wachstum oder Degrowth?                                                                                                          Konferenz zur Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie

 

Klimaschutz ist eine Menschheitsaufgabe, die wohl größte Herausforderung unserer Zeit. Doch nicht nur die etablierte Politik, auch ein grosser Teil der Ökoszene setzt auf Wachstum. Mithilfe erneuerbarer Energien und stetiger Innovation soll unsere Wirtschaft, zwar ökologisch nachhaltig, aber dennoch ständig wachsen. Das Narrativ vom »grünen Wachstum«, das suggeriert, es gäbe eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcen- bzw. Energieverbrauch, könnte letztlich nur dem Zweck dienen, der eigentlichen politischen Herausforderung auszuweichen. Nämlich der Frage: Wie schaffen wir eine Wirtschaft, die bereit ist, mit wesentlich weniger Ressourcen auszukommen, welche alternativen Ansätze könnten einen neuen Weg weisen?

 

Themen und ReferentInnen

  • Negativwachstum als Überlebenschance: Ökosozialismus. Eine Einführung. (Dr. Bruno Kern, Theologe und Philosoph, Autor des Buches "Das Märchen vom grünen Wachstum: Plädoyer für eine solidarische und nachhaltige Gesellschaft" Rotpunktverlag, 2019.

  • Ressourcenschonung durch Kreislaufwirtschaft: (Erwin Nolde, Umweltingenieur und Unternehmer)

  • Grünes“ Produkt, „grüne“ Produktion und „grüne“ Politik? Das Negativbeispiel Teslas in Grünheide. (Dr. Heidemarie Schroeder, Umweltaktivistin und Autorin)

Moderation: Karl Goebler  (Berliner Wassertisch/ Wasserrat)

Inhaltliche Konzeption:  Ulrike von Wiesenau (Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg) und Dr. Heidemarie Schroeder (WTBB)

 

https://wassertafel.org/   https://berliner-wassertisch.net/

 

Veranstaltungsort:  Haus der Demokratie , Greifswalder Str.4, 10405 Berlin,  7. September 2023, 19:00-21:00
Veranstaltende: Berliner Wasserrat /WTBB in Kooperation mit der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte 

 

24.4. 2014:  «L'Observatoire de l'eau» als Wasserrat  der rekommunalisierten Pariser Wasserwerke

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Le Strat stellt das Pariser Wasserratsmodell vor

 

                                                   Anne Le Strat und Gerlinde Schermer stellen die Wasserratsmodelle der Metropolen vor                                        

 

                    

23.4. 2014:  Erfahrungen der rekommunalisierten Pariser Wasserbetriebe für Berlin -                        

Anne Le Strat auf Initiative des Berliner Wassertischs zu Gast im Berliner Abgeordnetenhaus 

 

Neue Rheinische Zeitung, 30.4. 2014: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20291

Sous le titre « Expériences pour Berlin du service parisien de l'eau remunicipalisé » se sont tenues à Berlin les 23 et 24 avril deux journées de réunions publiques, de rapports et de débats en présence d'Anne Le Strat. L'ancienne adjointe au maire de Paris et présidente de la régie publique « Eau de Paris»,  était venue à Berlin à l'invitation de la Table berlinoise de l'eau (Berliner Wassertisch) et du Conseil berlinois de l'eau (Berliner Wasserrat).

http://europeanwater.org/fr/actualites/nouvelles-diverses/428-les-experiences-de-eau-de-paris

 

 

6.9. 2022:  Regen-zu-Baum-Konferenz: Wie retten wir unsere Stadtbäume?

Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie Politikern und Verwaltungsfachleuten bringt erste Erkenntnisse und Anregungen

 

 

„Die Veranstaltung des Berliner Wasserrats hat bewiesen, dass der direkte, persönliche Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie Politikern und Verwaltungsfachleuten wertvolle Erkenntnisse und Anregungen für alle Beteiligten erbringen kann. Der Berliner Wasserrat muss allerdings, um seine Potentiale dauerhaft und in vollem Umfang entfalten zu können, von Seiten der Politik mit bestimmten Rechten ausgestattet werden, insbesondere mit erweiterten Informations- und Antragsrechten."

                                                                                                        Karl Goebler, Mitbegründer des Berliner Wasserrates

 

 

12.5. 2022:  Tesla-Gigafactory, Elektromobilität und Klimawandel:  Überlegungen zu                      einer  adäquaten Mobilitätswende

  Welche Rolle sollten E-Mobilität und Elektroauto im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrswende spielen, und welche Voraussetzungen sind dafür zu schaffen?   Eine Kooperationsveranstaltung mit der Wassertafel Berlin-Brandenburg

 

Karl Goebler  moderiert Vorträge und Diskussion,  Dr. Heidemarie Schroeder (WTBB) und Mobilitätsexperte  Wolfgang Lohbeck referieren

 

Anfang dieses Jahres wurde die Tesla-Automobilfabrik im brandenburgische Grünheide bei Berlin endgültig genehmigt – trotz ihres gigantischen Wasserbedarfs und der mit ihr verbundenen massiven Gefahren für Menge und Qualität des Trinkwassers, die Umwelt und das Klima.

Befürworter der Tesla-Ansiedlung betonen, die neue Fabrik liefere mit der Herstellung von Elektroautos genau die Technologie, die für eine adäquate Mobilität in der Zukunft gebraucht werde. Und diese Auffassung liegt ganz auf der Linie der Bundesregierung, die der E-Mobilität und dem Elektroauto einen überragenden Stellenwert im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrswende zumisst, E-Mobilität als klimapolitischen Heilsbringer propagiert.

Aber, was ist unter „nachhaltig“ in diesem Zusammenhang sinnvollerweise zu verstehen, und inwieweit sind E-Mobilität bzw. Elektroauto tatsächlich entscheidend für eine Verkehrswende, die die Bezeichnung „nachhaltig“ verdient? Wenn alle relevanten Ziele und Wertschöpfungsketten einbezogen werden, erscheint der Stellenwert von E-Mobilität und Elektroauto jedenfalls deutlich weniger wichtig als von der Bunderegierung dargestellt. Schon das Ausmaß, in dem Elektromobilität insgesamt zu einer Treibhausgasverminderung führt, erscheint weniger nennenswert. Klar ist: Elektromobilität ist nur dann als Zukunftstechnologie im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrswende eindeutig vorzuziehen, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Vor diesem Hintergrund möchten wir folgende Fragestellung in den Mittelpunkt der Veranstaltung rücken:

Welche Rolle sollten E-Mobilität und Elektroauto im Rahmen einer nachhaltigen Verkehrswende spielen, und welche Voraussetzungen sind dafür zu schaffen?

Im Einzelnen möchten wir uns u.a. mit folgenden Punkten befassen: In welchem Maße hängt die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen davon ab, aus welcher Quelle der Strom bezogen wird? – Wenn der Strom nicht aus fossilen Quellen oder aus Atomkraftwerken stammt, sondern aus Solar- und Windenergie, inwieweit würde Letzteres die Verfügbarkeit des Ökostroms für andere Verwendungen reduzieren? – In welchem Maße hat E-Mobilität nicht nur direkt, sondern auch indirekt Auswirkungen auf die Wasserversorgung? – Inwieweit bedeutet E-Mobilität eine neue Abhängigkeit von endlichen Rohstoffen, etwa Lithium, Kupfer, Nickel und Kobalt? – In welcher Weise beeinflusst E-Mobilität den nichtmotorisierten Verkehr und den öffentlichen Personen-Nahverkehr? – Ist zu erwarten, dass das Elektroauto die Gesamtzahl der Autos und sogar diejenige der konventionellen Benzin- oder Dieselautos erhöht, was einer nachhaltigen Mobilitätswende diametral entgegengesetzt wäre?

 

 

7. Juli 2020:  »Wasserstories« - Multimediaprojekt über Krise und Ausverkauf unserer            wichtigsten Lebensressource

im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin-Mitte und digital über Zoom

 

Caroline Breidenbach stellt beim BWR ihre Multimedia-Ausstellung  »Wasserstories« vor

 

In Zeiten des Klimawandels und drohender Privatisierungen unserer Gemeingüter lädt der Berliner Wasserrat herzlich ein zu einer hochaktuellen Projektvorstellung der jungen Berliner Grafikdesignerin und Künstlerin Caroline Breidenbach: »Wasserstories« ist eine interaktive und multimediale Ausstellung, die über die Krisenthemen Süßwasser und Privatisierung vor dem Hintergrund des Klimawandels auf unkonventionelle Art und Weise aufklärt und sensibilisiert. Über verschiedene Formate wie z.B. Multimedia Stories, Objektinstallationen sowie Vorträgen und Diskussionsreihen wird die Thematik auf unterschiedlichen Ebenen behandelt. Komplexe Themenfelder aus dem Bereich Politik, Gesellschaft und Umweltschutz werden bewusst aus der künstlerisch-gestalterischen Perspektive aufgearbeitet und dabei neue Betrachtungsweisen und Methoden erprobt. Im Fokus stehen fiktive Szenarien, die uns alarmierende Einblicke in eine mögliche Zukunft geben und dabei zentrale Zukunftsfragen aufwerfen: Wie werden wir leben – wie wollen wir leben? Mit »wasserstories« entsteht ein temporärer Ort, an dem ein partizipativer und grenzüberschreitender Dialog zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, ExpertInnen sowie EntscheidungsträgerInnen stattfindet. Wissenschaft und Design – Politik und Gesellschaft treffen aufeinander und lassen neue Formen des Wissens- und Meinungsaustausches entstehen.                                                                                                                 

Am Ende geht es darum, Wasser als öffentliches Gut zu bewahren und zu schützen.

 

 

27.3.2014:  Berliner Wasserrat entwickelt klare Schwerpunkte seiner Arbeit

Dritte Arbeitssitzung des Berliner Wasserrates

 

Vor allem zwei Themenbereiche wurden von den teilnehmenden Fachreferenten und Organisationen als zentrale Schwerpunkte gesehen: die künftige Unternehmens- bzw. Rechtsform der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und die Substanz und Form künftiger Mitspracherechte der Bürgerinnen und Bürger.  Für die Zukunft der BWB müssen dringend Strukturen entwickelt werden, die das Unternehmen sowohl vor erneuten Privatisierungen schützen als auch eine Transparenz der Entscheidungen unter öffentlicher Kontrolle sicherstellen. In der Praxis heißt das, dass statt privatrechtlicher Unternehmensformen unbedingt öffentlich-rechtliche Unternehmensformen gefordert werden müssen. Es ging auch um Investitionen, die bei den BWB zum Erhalt der Trinkwasser- und Abwassernetze in den nächsten Jahren anstehen. Es gibt hier die von allen Teilnehmern geteilte Forderung nach einem öffentlichen Monitoring. Mit dieser Forderung ist gemeint, dass die internen Zustandsbefunde des Betriebes öffentlich gemacht werden müssen, ebenso die Kriterien für ihre Zustandsbewertungen.

 

 

27.2. 2014:  Forderung nach einem öffentlichen Investitionsmonitoring für die BWB

 Zweite Arbeitssitzung des Berliner Wasserrates

 

Die zweite Arbeitssitzung des Berliner Wasserrates ging der Frage auf den Grund, wie der Senat Investitionsmittel einsetzt und ob ein öffentliches Investitionsmonitoring für die Berliner Wasserbetriebe (BWB) erforderlich ist.

Neue Rheinische Zeitung, 5.3. 2014:  Senat verschleudert Investitionsmittel - Forderung nach einem öffentlichen Investitionsmonitoring für die Berliner Wasserbetriebe    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20099

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30.1. 2014:   Rechtsformen demokratischer Beteiligung an Kommunalbetrieben

Erste Arbeitssitzung des Berliner Wasserrates   

 

Zahlreiche VertreterInnen von Initiativen und gesellschaftlichen Organisationen haben sich in der ersten Arbeitssitzung des Berliner Wasserrates über verschiedene mögliche Rechtsformen demokratischer Beteiligung an Kommunalbetrieben informiert, um den Diskussionsprozess um die geeignete künftige Rechtsform und die Organisationsstruktur der rekommunalisierten Berliner Wasserbetriebe voranzutreiben.

Artikel in der Neuen Rheinischen Zeitung, 5.2. 2014:   http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19990

 

 

29.11.2013:   Gründungsversammlung des Berliner Wasserrats

Auftakt vereint ein breites gesellschaftliches Bündnis

 

Dorothea Haerlin und Ulrike von Wiesenau moderieren die Gründungsversammlung

 

  Über 40 Personen, zumeist Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen und Organisationen, haben gestern mit dem Berliner Wassertisch den Auftakt zur Gründungsversammlung des Berliner Wasserrates (Arbeitstitel) gesetzt. Erste Stellungnahmen wurden eingebracht u.a. von Vertretern des Berliner Energietisches, der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW), des Verbands Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN), vom Ökowerk Berlin und Genossenschaft von unten. Weitere Initiativen und Verbände werden in den nächsten Sitzungen folgen.

"Nach Rekommunalisierung: Demokratisierung" Mit dem überteuerten Rückkauf der privaten Anteile ist das Ende des Weges zur Rekommunalisierung noch nicht erreicht. Viele umweltpolitische und soziale Aufgaben sind liegen geblieben. Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie sind das Vermächtnis des erfolgreichen Berliner Wasser-Volksentscheids. Mit der Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe besteht jetzt die einzigartige Chance, ein Modell der Beteiligung zu entwerfen. Der Berliner Wasserrat, Gremium der Bürgerbeteiligung, soll Informations-, Mitwirkungs- und Mitentscheidungsrechte über die Unternehmensziele und die Grundsätze der Unternehmensführung der Berliner Wasserbetriebe haben. Wie der Wasserrat zusammengesetzt sein soll und wer in welchem Verfahren seine Mitglieder wählen soll, wird eine entscheidende Frage des weiteren gesellschaftlichen Diskurses in den nächsten Sitzungen sein.

Der Berliner Wassertisch hat zur inhaltlichen Verständigung der Akteure und zur modellhaften Orientierung im September 2013 den Entwurf einer "Berliner Wassercharta" vorgestellt. Erste Eingaben zur weiteren Ausarbeitung konnten bereits in der gestrigen Gründungssitzungssitzung diskutiert werden. Die nächste Arbeitssitzung des Berliner Wasserrates wird am 30. Januar 2014 stattfinden, Gegenstand der Sitzung werden die Organisationsstruktur der Berliner Wasserbetriebe und die Einbindung der Bürgerbeteiligung sein.

Gerlinde Schermer: „Als erste Aufgabe nehmen wir uns vor, den Dialog zwischen Experten und Bürgerinitativen zu organisieren und darauf aufbauend eine breite öffentliche Debatte unter allen Interessierten für den 'Wasserrat' anzustoßen. Am Ende dieses Dialogprozesses werden dann klar definierte Mitbestimmungsrechte stehen, die über die bisher bekannten Modelle hinausgehen."

Dorothea Haerlin: „In Weiterentwicklung des 'Observatoire de l'eau' in Paris, ausgehend von den in Neapel gemachten Erfahrungen bei der Rekommunalisierung der Wasserversorgung sind wir der Auffassung, dass der Berliner Wasserrat nicht nur eine beobachtende, sondern eine direkt mitbestimmende und kontrollierende Funktion hat."

Ulrike von Wiesenau: „Auf die Rekommunalisierung muss eine Demokratisierung folgen. Mit der Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe besteht jetzt die einzigartige Chance, ein Modell der Beteiligung in Gestalt eines Berliner Wasserrates zu entwerfen. Mit einer am Gemeinwohl orientierten Wasserversorgung in Berlin muss es künftig klare Regelungen über die Organisationsstruktur und die Mitbestimmungsrechte der Bürgerinnen und Bürger geben."

 

RBB-Sendung zur Gründungsversammlung des Berliner Wasserrates  von Anna Corves